Daten & Fakten
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Beschäftigung & Berufe
Im deutschen Gesundheitssystem arbeiten rund 4,26 Millionen Menschen. Insgesamt gibt es mehr als 800 Berufe im gesamten Gesundheitssektor. Die Gesundheitsbranche ist zentraler Arbeitsmarkt für Frauen: Rund drei Millionen Beschäftigte des Gesundheitssektors sind weiblichen Geschlechts.
Einzelne Berufsgruppen
- 308.000 Ärzte
- 17.991 Ärzte aus anderen Staaten
- 65.000 Zahnärzte
- 56.000 Apotheker
- 140.000 Beschäftigte in Apotheken
- 717.000 Gesundheits- und Krankenpfleger (darunter 18.000 Hebammen)
- 310.000 Altenpfleger
- 220.000 Helfer in der Krankenpflege
- 81.000 Physiotherapeuten
- 58.000 Masseure, Medizinische Bademeister
- 521.000 Arzthelfer (darunter 201.000 zahnmedizinische Fachangestellte)
- 136.000 Gesundheitshandwerker (u. a. Augenoptiker, Zahntechniker)
- 86.000 Medizinisch-technische Assistenten
- 55.000 Pharmazeutisch-technische Assistenten
- 19.000 Heilpraktiker
- 14.000 Diätassistenten
- 79.847 Medizinstudenten
Pflegeeinrichtungen
- 21.401 Pflegeinrichtungen in Deutschland:
- davon stationär: 10.424
- davon ambulant: 10.977
Wirtschaft und Forschung
- Knapp 240 Milliarden Euro jährlich werden in Deutschland für Gesundheit ausgegeben.
- Mit dem Gesamtvolumen bestreitet der Gesundheitssektor rund 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
- Den größten Anteil an den Gesundheitsausgaben trägt die gesetzliche Krankenversicherung mit rund 148 Milliarden Euro.
- Der Anteil der Privaten Krankenversicherung an den Gesundheitsausgaben beträgt 17,3 Milliarden Euro.
- 26 Milliarden Jahresumsatz von Heilbädern und Kurorten.
- 3.063 neue Patente im Medizinbereich im Jahr 2005.
Biowissenschaften / Life Science
- 480 Biotech-Kernunternehmen
- 1,5 Milliarden Euro Umsatz der Biotech-Kernunternehmen
- 12.973 Beschäftigte in Biotech-Kernunternehmen
- Biotechnologie ist eine junge Branche: Durchschnittsalter der zum großen Teil klein- und mittelständisch geprägten Unternehmen im Jahr 2005: 6,9 Jahre
- Viele Biotechnologie-Unternehmen sind in den 30 „Bioregionen“ vernetzt
Medizintechnik
- Deutschland ist hinter den USA Weltmarktführer im Bereich Medizintechnik
- 11.044 Medizintechnik-Unternehmen
- 149.855 Beschäftigte in der Medizintechnik
- 14,61 Milliarden Euro Umsatz in der Medizintechnik
- Die Medizintechnik-Branche ist klein- und mittelständisch geprägt (durchschnittlich 14 Mitarbeiter pro Betrieb)
- Hohe Wachstumsraten von sechs Prozent (im Vergleich zum Industriedurchschnitt von 2 Prozent) in der Medizintechnik seit 1995
- Dynamischer Anstieg der Exportquote (10,8 Prozent pro Jahr)
- Hohe Innovationskraft der Medizintechnik-Branche: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) liegen mit acht Prozent etwa doppelt so hoch wie im Industriedurchschnitt
- Mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielen Unternehmen mit Produkten, die nicht älter sind als 3 Jahre
Pharmaindustrie
- 113.000 Beschäftigte in Pharmabetrieben, davon 85.900 Beschäftigte in der forschenden Pharmaindustrie
- Im Bereich der Patentanmeldungen für gentechnisch hergestellte Arzneimittel liegt Deutschland mit 1.375 Anmeldungen auf Platz 3 des Weltmarkts hinter den USA und Japan
- 25,8 Milliarden Euro Umsatz der Pharmaindustrie
- Die forschenden Arzneimittelhersteller investierten 4,1 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung
- 2.593 Arzneimittel wurden im Jahr 2006 zugelassen
Medizinische Versorgung
- Im internationalen Vergleich sind in Deutschland die Wartezeiten bei der ambulanten und stationären Behandlung niedrig
- Im internationalen Vergleich ist in Deutschland die medizinische Versorgung außerhalb der üblichen Sprechzeiten, nachts und am Wochenende, sehr gut organisiert
- Rund vier Fünftel aller deutschen Patientinnen und Patienten bewerten die Qualität ihrer individuellen Gesundheitsversorgung als gut bis exzellent
Ambulanter Bereich
- Hohe Arztdichte – im Bundesdurchschnitt kommt ein Arzt auf 268 Einwohner
- 93.556 vertragsärztliche Einrichtungen (Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen, Medizinische Versorgungszentren)
- 127.048 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
- Anzahl Vertragsärzte ausgewählter Fachrichtungen:
- 33.715 Allgemeinärzte
- 8.223 Praktische Ärzte
- 5.210 Augenärzte
- 9.710 Frauenärzte
- 18.337 Internisten
- 5.692 Kinderärzte
- 5.017 Orthopäden
Stationärer Bereich
- Hohe Dichte an Krankenhausbetten in allgemeinen Krankenhäusern mit 6,4 Betten je 1.000 Einwohner (im Vergleich: Frankreich 3,8 / England 3,6)
- Dichte an Krankenhausbetten im Schnitt um 50 Prozent höher als der Durchschnitt der EU-15-Länder
- 3.407 Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
- 2.139 Krankenhäuser (davon allgemeine Krankenhäuser: 1.846)
- 99.435 Ausbildungsplätze in deutschen Krankenhäusern
- 35 Universitätskliniken
- 180.000 Beschäftigte in Universitätskliniken
- 13 Milliarden Euro Jahresumsatz der Universitätskliniken
- 1.343 Kliniken mit Betten zur intensivmedizinischen Betreuung
- 272 stationäre Dialyseeinrichtungen mit insgesamt 3.086 Dialyseplätzen
- 17.084 Notärzte im öffentlichen Rettungsdienst
- 178 zertifizierte Brustkrebszentren
- 44 hochspezialisierte Transplantationszentren in Deutschland
- 262 Lungentransplantationen im Jahr 2005 (82 im Jahr 1996)
- 888 Lebertransplantationen im Jahr 2005 (535 im Jahr 1996)
- 2.190 Nierentransplantationen im Jahr 2005 (1.902 im Jahr 1996)
Hochleistungsmedizin
- 1.343 Kliniken mit Betten zur intensivmedizinischen Betreuung
- 272 stationäre Dialyseeinrichtungen mit insgesamt 3.086 Dialyseplätzen
- 17.084 Notärzte im öffentlichen Rettungsdienst
- 178 zertifizierte Brustkrebszentren
- 44 hochspezialisierte Transplantationszentren in Deutschland
- 262 Lungentransplantationen im Jahr 2005 (82 im Jahr 1996)
- 888 Lebertransplantationen im Jahr 2005 (535 im Jahr 1996)
- 2.190 Nierentransplantationen im Jahr 2005 (1.902 im Jahr 1996)
Innovative Versorgungsformen
- 1.470 zugelassene Versandapotheken
- 25 Millionen Versicherte haben die Möglichkeit, an einem Hausarztmodell teilzunehmen - 4,8 Millionen Patientinnen und Patienten sind bereits eingeschrieben
- 3.480 abgeschlossene Verträge zur Integrierten Versorgung
- Strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme): 13.292 durch das Bundesversicherungsamt zugelassene Programme
- Medizinische Versorgungszentren (MVZ): 666 zugelassene MVZ mit 2.624 Ärzten, davon 1.696 im Angestelltenverhältnis
- Zunehmender Trend zu MVZ-Neugründungen, da niedrigere Kosten und höheres Einkommen pro Arzt
Palliativmedizin
- 127 Palliativstationen in Krankenhäusern im Jahr 2006 (26 im Jahr 1995)
- 142 stationäre Hospize im Jahr 2006 (29 im Jahr 1995)
- 1000 ambulante Hospiz- und Palliativdienste im Jahr 2003 (190 im Jahr 1995)
(Quelle: Deutschland 2007, Präsidentschaft der Europäischen Union)




